Fistel an wurzelbehandelten Zahn

Über einem Prämolaren im Oberkiefer hatte sich bei mir vor etwa 3 Wochen eine große Eiterblase gebildet. Mein ZA stellte fest, daß der Zahnnerv wohl unbemerkt abgestorben sein muss und hat den Zahn aufgebohrt, den Nerv entfernt, Zahn gespült und Meikament reingelegt. Der Eiter wurde dabei rausgedrückt über die Zahnwurzel und seitdem ist die Eiterblase verschwunden. Am Donnerstag wurde das Medikament gewechselt und ein neues Medikament eingelegt, das den Zahn kalzifizieren soll, wenn ich das richtig verstanden habe. So, und Freitag abend war die Eiterblase wieder da. Nicht gerade schmerzhaft und auch nicht so groß und dick wie vorher. Ich war erstmal erIch wischrocken, aber die Eiterblase wird seitdem von selber kleiner und die Schwellung geht zurück, ohne daß sie aufgegangen wäre oder so. Der Zahn ist provisorisch verschlossen. Ich nehme nebebei gerade Cefuroxim wegen einer Nasennebenhöhlenentzündung. Ist die Eiterblase jetzt eine Reaktion auf das zweite Medikament und wird sie kleiner weil ich gerade Antibiotikum nehme oder ist das eine normale Reaktion ? Ich weiß nicht, ob ich deswegen extra nochmal beim Zahnarzt aufschlagen soll, Anfang Januar wäre eh der nächste Termin für die Wurzelfüllung. Schmerzen habe ich keine und die Schwellung geht bis jetzt jeden Tag mehr und mehr zurück.

Frage vom: 2016-12-11 13:04:50 | 2386 | 1234

Antworten (1):

Hallo lieber Patient. Ihrer Beschreibung nach handelt es sich um eine Fistel . Die Ursachen der Zahnfistel basieren auf entzündlichen Prozessen in der Wurzelspitze, die durch Bakterien hervorgerufen werden. Durch kariöse Beschädigungen des Zahnes dringen diese Mikroorganismen ein und können sich unter Luftabschluss vermehren. Es entstehen entartete Gewebe, welche nach außen durch die Wangenknochen einen Fistelgang bilden. Es geht bei der Zahnfistel um einen chronischen Verlauf, bei dem sich eine eitrige Masse an der Zahnwurzel ausprägt. Es entsteht ein Kanal , der Fistelgang aus dem Eiter über das Fistelmaul heraustritt. Die Patienten merken nicht viel davon ,da es wie ein kleiner " Pickel " aussieht und meistens schmerzarm ist. Die Zerstörung des Kieferknochens schreitet aber fort. Die Therapie besteht in der Wurzelfüllung des betroffenen Zahnes was bei Ihn n durchgeführt worden ist . U. U. ist hier WSR angezeigt wenn die Zerstörung des Knochens fortgeschritten ist, um das kranke Gewebe zu entfernen und den Zahn zu retten. Das kann man aber aus der Ferne nicht beurteilen . Sie sollten gleich morgen ihren Zahnarzt aufsuchen und mit ihm die Therapieoptionen besprechen . Herzliche Grüsse aus Heidelberg .

Antwort vom: 2016-12-11 13:12:33

Dr. Christine Schröder M.A. Heidelberg
Heidelberg

ganzheitlich glücklich