Kiefernekrose

Sehr geehrte Damen und Herren, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit unter Denosumab eine Kiefernekrose zu bekommen? Kann man irgendetwas tun, außer gute Zahnpflege und regelmäßige Zahnarztbesuche, um dies zu vermeiden? Wie würde es sich in erster Linie bemerkbar machen? Geht dies immer mit Schmerzen einher? Mit freundlichen Grüßen

Frage vom: 2014-09-29 04:24:21 | 2386 | 1234

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Antworten (11):

Hallo liebe Patientin . Leider kann ich Ihnen nicht sagen wie hoch das Risiko einer Kiefernekrose bei Einnahme von Denosumab ist . Ganz sicher sind eine gute häusliche Pflege und regelmäßige zahnärztliche Kontrolle gute Vorsorgemaßnahmen . Schmerzen sind sicher Anzeichen die bei einer Knochennekrose auftreten . Herzliche Grüsse aus Heidelberg

Antwort vom: 2014-09-29 07:35:05

Dr. Christine Schröder M.A. Heidelberg
Heidelberg

ganzheitlich glücklich

Guten Tag, Prolia (Denosumab) führt zu einer starken Hemmung des Knochenumbaus. Dies bedeutet, ähnlich wie bei sog. Bisphosphonaten, ein erhöhtes Risiko von Kiefernekrosen und sog. atypischen Frakturen. Diese sind jedoch in meinen Augen eher selten - die positiven Eigenschaften des Medikaments überwiegen! Bitte lassen Sie sich vor der Therapie mit Prolia von einem erfahrenen Zahnarzt untersuchen. Ich schaue mir immer speziell wurzelbehandelte Zähne an und bespreche die Prognose aller Zähne mit meinem Patienten. Wie die Kollegin schon sagte, ist die Mundhygiene entscheidend. Lassen Sie sich daher in das Recall System für Zahnreinigung bei Ihrem Zahnarzt aufnehmen. Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen. Mit freundlichem Gruß Dr Waldmeyer

Antwort vom: 2014-09-29 08:56:29

Zahnarzt Dr. Manuel Waldmeyer
Kassel

leidenschaftlich, meisterhaft geholfen

Meistens sind Druckstellen von Prothesen das Hauptproblem.

Antwort vom: 2014-09-29 09:27:38

Zahnarzt Dr. Manuel Waldmeyer
Kassel

leidenschaftlich, meisterhaft geholfen

Ja, man kann die Verdachtsdiagnose im OPG und auch im DVT stellen. Meine Erfahrung nach, und so steht es auch in der aktuellen Leitlinie der DGZMK, sind jedoch bildgebende Verfahren nur bedingt als Diagnosekriterium nutzbar. Auf ihre Frage, ob eine Nekrose immer mit freiliegendem Knochen zutun hat, muss ich mit ja antworten. Definition der Kiefernekrose aus der DGZMK Leitlinie: Eine Bisphosphonat-assoziierten Kiefernekrose (BP-ONJ) liegt vor, wenn die Trias - mehr als 8 Wochen freiliegender Kieferknochen - BP-Med. in der Anamnese und - keine Kopf-Hals-Radiatio in der Anamnese zutrifft (Marx RE 2003; Ruggiero SL et al. 2004; Ruggiero S.L. et al. 2009) Mit freundlichen Grüßen Dr Waldmeyer

Antwort vom: 2014-10-18 17:09:46

Zahnarzt Dr. Manuel Waldmeyer
Kassel

leidenschaftlich, meisterhaft geholfen

Ja. Der visuelle Befund ist meist eindeutig. Die Bildgebung untermauert dann den Befund.

Antwort vom: 2014-10-23 19:20:24

Zahnarzt Dr. Manuel Waldmeyer
Kassel

leidenschaftlich, meisterhaft geholfen